Therapiepuppe Emma

Therapiepuppe Emma

Zunächst mag das Konzept der Puppen für erwachsene pflegebedürftige Menschen seltsam anmuten, aber die Erfolge sprechen für sich. Viele Demenzkranke fallen in die Zeit zurück, in der sie Kinder bekommen haben oder sie entwickeln sich zurück und ähneln dann selbst in ihrem Verhalten dem von Kindern. Ersteres löst einen großen Beschützerwunsch in diesen Menschen aus. Sie haben das Bedürfnis, sich um jemanden kümmern zu müssen. Bei Letzterem brauchen sie ein Objekt zum Liebhaben und etwas Tröstendes an ihrer Seite.

Die optisch realitätsnah gestalteten Puppen, die dazu inzwischen in der Pflege eingesetzt werden, machen das Kümmern und Liebhaben möglich. Bewohnerinnen und Bewohner, die verbal nur noch schwer zu erreichen sind, können mit den Puppen interagieren und kommunizieren. Vielen Personen, die in ihrer eigenen Welt versunken und kaum bis gar nicht mehr ansprechbar sind, wird dadurch die Möglichkeit gegeben, sich auszudrücken und sich zu verständigen.
Das erleichtert die Arbeit mit den Pflegebedürftigen in vielen Bereichen und der allgemeine Zustand dieser Menschen kann auf diese Weise verbessert werden. Insgesamt scheinen Patientinnen für die Puppen empfänglicher zu sein als Patienten. Dies ist vermutlich in der Mutterrolle der Frau begründet.

Die emotionale Bindung zwischen einer Bewohnerin beziehungsweise zwischen einem Bewohner und der Puppe kann von den Betreuungskräften genutzt werden, um Handlungen und Befinden zu beeinflussen. So kann beispielsweise zu Pflegehandlungen oder zum Essen motiviert werden. Außerdem lassen sich durch das Streicheln der Puppe Stresshormone abbauen und eine beruhigende Wirkung auslösen.

Die Therapiepuppen können somit in verschiedenen Bereichen eingesetzt werden: beim Gedächtnistraining, zur mobilen Anleitung sowie den pflegerischen Maßnahmen, der nonverbalen Kommunikation oder als Seelentröster.

Frau Aselmann ist im Haus der Betreuung und Pflege Am Deutenberg die Mitarbeiterin, die ihre Therapiepuppe „Emma“ zum Leben erweckt. Für die Bewohnerinnen und Bewohner ist es von großer Bedeutung, dass ein und dieselbe Person die Puppe sprechen lässt. Auch wenn die Seniorinnen und Senioren in dem Moment der Aktivierung nur auf die Therapiepuppe fixiert sind, würde ein ständiger Wechsel von Mitarbeitern nur verunsichern.

Über „Emma“ konnte Frau Aselmann schon viele Bewohnerinnen und Bewohner erreichen und somit das Vertrauen einiger erzielen. Bewohnerinnen und Bewohner, die sich mit Worten nur noch bedingt ausdrücken oder bei denen es gar nicht mehr möglich ist zu sprechen, erreicht „Emma“ auf einer emotionalen Ebene. Die Geborgenheit, Sicherheit und Freude ist den Bewohnerinnen und Bewohnern bei jedem Besuch von „Emma“ ins Gesicht geschrieben.

„Emma“ wir hauptsächlich in der Einzeltherapie angeboten, um eine bewohnerbezogene, partnerschaftliche Bindung zu erzielen. Aber auch alle anderen Bewohnerinnen und Bewohner freuen sich immer wieder, wenn Frau Aselmann mit „Emma“ durch den Flur huscht, winken ihr freudig zu und strahlen über das ganze Gesicht.

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